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Wegen der Linux-Aussperrung bei der Spielkonsole PlayStation 3 läuft die erste US-Sammelklage

Veröffentlicht von am in PS3
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Der US-Amerikaner Anthony Ventura wirft in seiner am Dienstag beim District Court Nord Kalifornien eingereichten Sammelklage der Firma Sony Computer Entertainment America vor, vertragsbrüchig geworden zu sein. Mit seinem Firmware-Update am 01.04.2010 auf die Version 3.21 wurden Anwender dazu gezwungen, entweder auf das installierbare Linux-System zu verzichten oder alternativ auf andere „wertvolle“ Funktionen der PS3 verzichten zu müssen.

Ventura erklärte, dass die Option, das Betriebssystem Linux auf der PS3 installieren zu können, zum damaligen Zeitpunkt für ihn kaufentscheidend gewesen sei. Allein wegen dieser Möglichkeit wäre er bereit gewesen, einen deutlich höheren Preis zu bezahlen, als dies für Konkurrenzprodukte nötig gewesen wäre. Damals ist die PS3 gezielt mit dieser Option beworben worden und durch die kürzlich durchgeführte Entfernung habe sich Sony einen unlauteren Wettbewerbsvorteil beschafft.

Durch die Bewerbung einer mittlerweile nicht mehr existenten Funktion hätte sich der Konzern gegen geltende Gesetze gestellt. Davon abgesehen verstoße der Passus, in dem sich Sony das Recht herausnimmt, zu jeder Zeit verschiedene Dienste und Funktionen der PlayStation 3 zu ändern bzw. zu eliminieren, gegen den geltenden Civil Code §1770. Die Anwender hatten keine Möglichkeit, über die Inhalte des Vertrags zu verhandeln sondern seien gezwungen worden, ihre Zustimmung zu geben, damit die Konsole genutzt werden kann.

Entsprechend der Klageschrift verlangt Ventura eine Erstattung der aufgelaufenen Kosten, die seinen Mitstreitern und ihm entstanden seien, welche zwischen dem 17.11.2006 und dem 27.03.2010 aufgelaufen sind. Weit über 100 Personen seien betroffen, was den Streitwert auf eine Summe von rund $5.000.000 hochtreibt. Begründet hatte Sony Entertainment die Deaktivierung der Funktion „Other OS“ mit Sicherheitsbedenken. Kurz zuvor war der Hypervisor, welcher sich für die Abschottung der Hardware gegenüber Linux verantwortlich zeichnet, von einem Hacker namens George Hotz, überwunden worden.

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